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Bewertungen zu bergische-historiker.de

Tübingen 2015: Die Deutsche Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte e.V. hat eingeladen. Eine Versammlung von Fachexperten, Citizen Scientists und Interessierten debattiert zur Fragestellung "Schafft sich die Öffentlichkeit eine andere Archäologie?". Innerhalb von drei Tagen werden die "Tübinger Thesen" entwickelt. Sie legen einen stärkeren Fokus auf Bürgerbeteiligung und sollen als Leitlinien für die archäologische Zukunft dienen. Bisher bauen jedoch wenig öffentliche Institutionen diese Thesen gezielt in ihre Konzepte ein. Einen wirklichen Anfang macht "Anarchäologie".

 

Eigentlich sollte man meinen, dass wenn

  • über drei Tage hinweg,
  • auf Augenhöhe zwischen Interessierten, Citizen Scientists und Fachexperten darüber debattiert wird, ob die Öffentlichkeit sich eine andere Archäologie schafft
  • und im Zuge dieser Debatten Thesen entwickelt werden, welche die Öffentlichkeit stärker in Archäologie einbinden sollen,

Anarchäologiediese Thesen als Resultat einer solchen Tagung eine wichtige Erkenntnis darstellen und als Grundlage für zukünftige Konzepte dienen müssen. Zwar wurden den Tübinger Thesen von vielen bereits eine besondere Wichtigkeit bestätigt, bislang werden sie aber selten als Grundlage bei Konzepten heran gezogen. Anarchäologie (www.anarchaeologie.de) hingegen setzt genau hier an und möchte Archäologie allen Interessieren näher bringen. Hierbei geht es jedoch nicht um das Erzählen einer Geschichte um einen Fund, sondern viel mehr darum, zu erklären, was Archäologie eigentlich ist und alle Interessenten miteinander zu vernetzen. Anarchäologie nutzt hierfür unter anderen einfach verständliche Videos. 

Ich beobachte diese Entwicklung dieses Projektes aktuell mit großem Interesse und habe einfach mal nachgefragt, was hinter Anarchäologie eigentlich steckt.

 

Fragen an Anarchäologie

Bergische Historiker: "Wie kam es zum Namen "Anarchäologie"? Es erinnert ein wenig an Anarchie + Archäologie."

Anarchäologie: "Ja, tatsächlich ist unser Name eine Kombination aus Anarchie und Archäologie. Es geht uns um die Dezentralisierung von Wissenschaftsvermittlung, im Sinne von allgemein zugänglichem und freiem Wissen rund um die Archäologie (also Interessenstärkung und Sensibilisierung rund um das Thema : Kulturgutschutz). Hierzu unser Video: „Wer sind wir?“ (da erklären wir den Namen nochmal genauer):

Wir verfolgen einen diagrammatischen Ansatz, d.h. komplexe Themen einfacher und zugänglicher (in unserem Fall visuell) zu erklären oder zu vermitteln. Wir prüfen dabei (bisher) keine anarchistischen Ideen in archäologischen Theorien, sondern möchten die äußere und innere Struktur des Faches und der interessierten Öffentlichkeit mit verändern und gestalten."

 

Bergische Historiker: "Wie kam es eigentlich zu dem Wunsch Anarchäologie zu gründen?"

Anarchäologie: "Das Fach befindet sich in einem Wandel (digitale Medien werden verstärkt genutzt, unterschiedliche Gruppen wollen erreicht werden), d.h. der Wunsch nach stärkerer Vernetzung keimt auf. Wir glauben an Vernetzung, Kommunikation und Austausch, da diese die Basis für wissenschaftliches miteinander arbeiten sowie für Wissenschaftsvermittlung darstellen. Und wir haben uns die Frage gestellt, wie könnten wir die Attraktivität von Archäologie und den Kulturgüterschutz steigern?"

 

Bergische Historiker: "Bislang ist die Öffentlichkeit zumeist ein reiner Konsument von Archäologie. Das wird aber immer seltener gewünscht. Die  Wie trägt Anarchäologie dazu bei, dass sie auch Produzuent werden kann?"

Anarchäologie: "Man könnte auch fragen: "Wie tragen wir dazu bei die Hierarchiekette zu durchbrechen? (Konsument; Produzent)?

Wir sind dabei Mythen/Vorurteile des Fachs und des Berufsfelds Archäologie aufzubrechen, denn nur dadurch kann Kommunikation auf einer Augenhöhe stattfinden und eine gemeinsame Sprache finden. Wir wünschen uns Diskussionen mit Allen, die Interesse an der Archäologie haben und laden ständig dazu ein. Z.B. sind wir immer auf der Suche nach neuen KooperationspartnerInnen, mit denen oder für die wir ein kleines Projekt visualisieren oder schreiben können (neustes Beispiel: „offener Brief der AG Kulturgüterschutz des DasV.)

 

Bergische Historiker: "Welche Ziele hat sich Anarchäologie noch für die Zukunft gesetzt?"

Anarchäologie: "Unsere Ziele sind bisher:

  • Kooperationen stärken (Fachintern und Fachextern);
  • Diskussionen rund um das Fach fördern,
  • Ideen einbringen
  • und unsere kleine Plattform zum tauschen und sammeln von Informationen auszubauen."

 

Bergische Historiker: "Da wir gerade in unserem Blog zuletzt das Thema des Begriffes "Hobby-Archäologe" behandelt haben, direkt gefragt: Wie steht ihr zu diesem Begriff?"

Anarchäologie: "Wir sind für die Einbindung der Öffentlichkeit in den Kulturgüterschutz, natürlich am liebsten in Kooperation mit ausgebildeten Archäologen und Archäologinnen. (Siehe Video: „Befund und Fund“). Leider sagt der Begriff Hobby- Archäologe nichts über die jeweilige Qualifikation der Person aus. So kann ein Hobby-Archäologe wunderbare Arbeit leisten, in Kooperation mit den Denkmalpflegeämtern/ Universitäten stehen und Bodendenkmäler schützen oder pflegen (in Bezug auf "Building professionalism" von G. Wait, DGUF 2016). Was wir schwierig finden ist die häufige Verbindung von „Schatzsuche“ und „Hobby-Archäologie“, denn darum geht es einfach nicht bei der Pflege und dem Schutz von Kulturgut. Zu dem ist der Begriff „Hobby-Archäologie“ in der Fachinternen Welt negativ konnotiert und häufig mit illegalem Sondengehen verbunden(vielleicht sollte gemeinsam ein neuer Begriff geschaffen werden?). Wir mögen den Begriff „citizien science“ lieber, aber haben auch kein direktes Problem mit dem Begriff „Hobby- Archäologie“."

 

Unser Fazit

Die Einladung ist da. Anarchäologie bietet eine angenehme Plattform, um sich ganz allgemein über Archäologie zu informieren, auf Augenhöhe zu diskutieren und gemeinsam an Archäologie teilzuhaben, bzw. gemeinsam "Archäologie zu schaffen". Diese muss man nur noch annehmen. Das ist ganz im Sinne der Tübinger Thesen!

 

Mehr Infos finden Sie unter:

Homepage: www.anarchaeologie.de

Facebook-Seite: https://www.facebook.com/anarchaeologie (liken, unterstützen, auf dem Laufenden bleiben, mit Diskutieren)


 

Der Beitrag entstand dank der freundlichen Beantwortung unserer Fragen durch Anarchaeologie 

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